08.09.2026


Priv.-Doz. Dr. med. Anne Limbourg
Fachärztin für Plastische & Ästhetische Chirurgie
Viele Frauen, die sich für eine Entfernung ihrer Brustimplantate entscheiden, beschäftigt vor allem eine Frage: Wie schonend kann dieser Eingriff sein? Ob wegen einer Kapselfibrose (Verhärtung der Kapsel, die sich natürlicherweise um jedes Implantat bildet), aus persönlichen Gründen oder im Rahmen einer Revision – die Entfernung von Implantat und Kapsel gehört zu den anspruchsvolleren Eingriffen in der Brustchirurgie. Genau hier setzt eine Technik an, die wir in unserer Praxis entwickelt haben: PEP-CAP®, die partielle en-bloc Kapsulektomie. PEP-CAP® ist seit November 2024 ein eingetragenes Warenzeichen unserer Praxis.
Bei der klassischen en-bloc Kapsulektomie (Entfernung des Implantats gemeinsam mit der umgebenden Kapsel „in einem Stück“) werden Implantat und Kapselgewebe als zusammenhängende Einheit entnommen. Dieses Vorgehen hat sich vor allem dann bewährt, wenn die Kapsel selbst untersucht oder vollständig entfernt werden soll – etwa bei einer ausgeprägten Kapselfibrose oder wenn ein Implantatdefekt vorliegt.
Der Vorteil der klassischen en-bloc Technik liegt auf der Hand: Das Kapselgewebe verlässt den Körper, ohne dass es während der Operation eröffnet wird. Das kann dazu beitragen, dass möglicherweise ausgetretenes Silikon nicht zusätzlich mit dem umliegenden Gewebe in Kontakt kommt. Diese Gründlichkeit hat allerdings ihren Preis: Die klassische en-bloc Technik erfordert häufig eine großzügigere Präparation des Gewebes, was den Eingriff insgesamt traumatischer machen kann – insbesondere dann, wenn die Kapsel eng mit dem darunterliegenden Brustmuskel verwachsen ist.
Die partielle en-bloc Kapsulektomie (PEB-CAP®) greift den Grundgedanken der klassischen Methode auf – Implantat und Kapsel werden gemeinsam entfernt – verändert aber die Art und Weise, wie an das Gewebe herangegangen wird. Ziel unserer Methode ist es, den Eingriff insgesamt atraumatischer zu gestalten, also mit weniger Belastung für das umliegende Gewebe.
Der Brustmuskel wird geschont. Ein zentraler Unterschied liegt darin, wie mit dem Brustmuskel (Musculus pectoralis) umgegangen wird, wenn das Implantat unter dem Muskel liegt. Statt großflächig zu präparieren, arbeitet die Technik gezielter und zurückhaltender an den Stellen, an denen Kapsel und Muskel eng aneinanderliegen. Das kann dazu beitragen, die Muskelstruktur weitgehend zu erhalten.
Silikonaustritte sollen maximal vermieden werden. Wie bei der klassischen en-bloc Technik bleibt auch bei PEB-CAP® das Prinzip erhalten, die Kapsel möglichst nicht zu eröffnen. So soll verhindert werden, dass bei einem beschädigten Implantat ausgetretenes Silikon in Kontakt mit gesundem Gewebe kommt. Die partielle Vorgehensweise erlaubt es jedoch, dieses Ziel mit einem für das Gewebe schonenderen Zugang zu verfolgen.
Atraumatischer als das klassische Verfahren. „Atraumatisch“ bedeutet: mit möglichst wenig Gewebeverletzung. Weil PEB-CAP® gezielter vorgeht und nicht die gesamte Kapsel großflächig vom Muskel löst, kann der Eingriff insgesamt gewebeschonender ablaufen als die klassische en-bloc Methode. Das ist besonders dann relevant, wenn Kapsel und Muskel bereits stark miteinander verwachsen sind.

Implantat und Kapsel gewünscht oder medizinisch angezeigt ist, gleichzeitig aber ein möglichst gewebeschonendes Vorgehen im Vordergrund steht. Das betrifft insbesondere:
Ob PEB-CAP® im Einzelfall die geeignete Methode ist, hängt von mehreren Faktoren ab – etwa der Lage des Implantats, dem Zustand der Kapsel und der individuellen Anatomie. Diese Einschätzung kann ausschließlich im persönlichen Beratungsgespräch erfolgen.
Über 5.000 durchgeführte Brustoperationen haben unserem Team einen Erfahrungsschatz gegeben, der uns immer wieder dazu bringt, bestehende Verfahren zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Die Entfernung von Implantaten – ob bei Kapselfibrose, Revisionen oder auf Wunsch der Patientin – gehört zu den Eingriffen, bei denen wir besonders viel Erfahrung sammeln konnten. PEB-CAP® ist das Ergebnis dieser fortlaufenden fachlichen Auseinandersetzung: eine Technik, die die Sicherheit der klassischen en-bloc Methode mit einem spürbar schonenderen Zugang verbindet.
Die Entfernung eines Brustimplantats ist für viele Frauen ein Eingriff, der gut überlegt sein will. Mit unserer eigens entwickelten und patentierten PEB-CAP®-Methode steht eine Technik zur Verfügung, die darauf abzielt, die Vorteile der klassischen en-bloc Kapsulektomie zu erhalten und gleichzeitig das umliegende Gewebe – insbesondere den Brustmuskel – möglichst zu schonen. Ob diese Methode für Sie die richtige Wahl ist, besprechen wir gerne gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Sie möchten mehr über PEB-CAP® erfahren? In einem persönlichen Beratungsgespräch klären wir gemeinsam, ob es für Ihre individuelle Situation infrage kommt. Beratungstermin anfragen.
Ob Veränderung, Korrektur oder Neuanfang – wir nehmen uns Zeit für Sie. In einem persönlichen Gespräch klären wir gemeinsam, was möglich ist und was wirklich zu Ihnen passt. Einfühlsam, ehrlich und auf Augenhöhe. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin in unserer Praxis in Hannover.