

Priv.-Doz. Dr. med. Anne Limbourg
Fachärztin für Plastische & Ästhetische Chirurgie
Offen oder geschlossen ist bei der Rhinoplastik keine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern des Befunds: Die offene Technik ermöglicht über einen kleinen Columella-Schnitt direkte Sicht auf das gesamte Knorpelgerüst, die geschlossene Technik verzichtet auf sichtbare Narben, indem alle Schnitte innerhalb der Nase liegen. Welche Technik sinnvoll ist, ergibt sich aus Ausgangsbefund, gewünschter Korrektur und OP-Komplexität – nicht aus einer generellen Präferenz.
Beim offenen Zugang wird ein kleiner Schnitt am Columella-Steg (dem schmalen Hautstreifen zwischen den Nasenlöchern) gesetzt und die Nasenhaut vorsichtig angehoben. Das ermöglicht:
Kurz zusammengefasst: Der offene Zugang bietet die beste Übersicht für komplexe Korrekturen, hinterlässt dafür eine sehr kleine, meist gut verheilende Narbe an der Columella.
Bei der geschlossenen Technik verlaufen sämtliche Schnitte innerhalb der Nasenlöcher, sodass keine äußerlich sichtbare Narbe entsteht. Zusätzlich ist die Schwellungsdauer nach geschlossenen Eingriffen im Durchschnitt tendenziell kürzer, da weniger Gewebe angehoben und mobilisiert werden muss.

Die Columella-Narbe verläuft in einer natürlichen Hautfalte und ist bei sachgerechter Nahttechnik nach vollständiger Abheilung meist nur bei sehr genauem Hinsehen erkennbar. In den ersten Wochen kann sie leicht rötlich oder etwas erhaben wirken, bildet sich aber in der Regel über mehrere Monate weiter zurück.
Da beim offenen Zugang mehr Gewebe angehoben wird, kann die Abschwellung – insbesondere im Bereich der Nasenspitze – länger dauern als bei geschlossenen Eingriffen. Sichtbare äußere Schwellungen und Hämatome klingen bei beiden Techniken meist innerhalb von zwei bis drei Wochen ab; die feine Formkorrektur der Nasenspitze kann sich über mehrere Monate weiter setzen.
Eine erfahrene Operateurin wählt die Technik anhand der geplanten Korrektur, nicht anhand einer generellen Vorliebe für „minimal-invasiv“ oder „maximale Übersicht“. Ziel ist immer die Technik, die den individuellen Befund mit dem geringsten Risiko und der höchsten Präzision korrigiert.
Im Vorgespräch werden Nasenanatomie, Hautdicke, Knorpelqualität und gewünschtes Ergebnis analysiert, häufig unterstützt durch eine Simulation der möglichen Veränderung. Auf dieser Basis wird gemeinsam festgelegt, welcher Zugang für die individuelle Situation sinnvoll ist.
Ist die offene Rhinoplastik riskanter als die geschlossene?
Nein, beide Techniken sind etablierte Standardverfahren; die Wahl richtet sich nach dem Befund, nicht nach einem grundsätzlichen Risikounterschied.
Sieht man die Columella-Narbe später noch?
Bei sachgerechter Technik ist die Narbe nach vollständiger Abheilung meist nur bei sehr genauem Hinsehen erkennbar.
Welche Technik heilt schneller ab?
Die geschlossene Technik zeigt im Durchschnitt tendenziell kürzere äußere Schwellungszeiten, da weniger Gewebe angehoben wird.
Kann ich mir die Technik selbst aussuchen?
Die grundsätzliche Wunschrichtung kann besprochen werden, die endgültige Entscheidung richtet sich aber nach dem, was den individuellen Befund am sichersten korrigiert.
Ist die offene Technik bei einer Revisionsoperation immer notwendig?
Meist ja, da Revisionseingriffe häufig eine präzise Sicht auf vorhandene Narbenstrukturen und Knorpeltransplantate erfordern.
Whether you’re looking for a change, a correction, or a fresh start—we’ll take the time to listen to you. During a one-on-one consultation, we’ll work together to determine what’s possible and what’s truly right for you. We’ll approach this with empathy, honesty, and as equals. Schedule your consultation today at our practice in Hanover.