

Dr. med. Kerstin Zindel
Fachärztin für Plastische & Ästhetische Chirurgie
Rund oder anatomisch (tropfenförmig) ist eine der am häufigsten gestellten Fragen im Beratungsgespräch vor einer Brustvergrößerung. Runde Implantate können mehr Fülle im oberen Dekolleté-Bereich erzeugen; anatomische Implantate können einen sanfteren Übergang unterstützen. Das sichtbare Ergebnis hängt jedoch auch von Profil, Implantatlage und Gewebe ab. Welche Form tatsächlich passt, hängt jedoch weniger vom persönlichen Geschmack als von Thoraxmaßen, Weichteildeckung und Basisbreite ab.
Runde Implantate sind rotationssymmetrisch. Anatomische Implantate haben eine definierte Ober- und Unterseite; eine Verdrehung kann deshalb die sichtbare Form verändern. Wie die Brust im Stehen und Liegen wirkt, hängt auch von Gewebe, Implantatlage und individueller Anatomie ab. Aus der Form allein lässt sich kein bestimmtes Ergebnis versprechen.
Das Profil beschreibt, wie weit ein Implantat bei gleicher Basisbreite nach vorne projiziert:
Brustimplantate unterscheiden sich auch durch ihre Oberfläche. Je nach Produkt und Implantatform können sich Positionierung und Gewebeverhalten unterscheiden. Für texturierte Implantate ist das Risiko des seltenen BIA-ALCL höher als für glatte Implantate; bestimmte stark texturierte Modelle wurden zurückgerufen. Die Auswahl sollte deshalb immer das konkrete Produkt, die Anatomie und die aktuellen Sicherheitsinformationen berücksichtigen. Die DGPRÄC informiert zu BIA-ALCL.

Weil anatomische Implantate oben und unten unterschiedlich geformt sind, führt eine Drehung im Gewebe zu einem sichtbar asymmetrischen Ergebnis. Die Wahl der Oberfläche und des Füllmaterials erfordert eine individuelle Abwägung von Formstabilität, Rotationsrisiko und Sicherheit. Runde Implantate sind von diesem Risiko praktisch nicht betroffen, da eine Drehung ihre Form nicht verändert.
Ein zu groß gewähltes Implantat kann die Weichteildeckung überdehnen, was langfristig zu Rippling, sichtbaren Implantaträndern oder einem vorzeitigen Absinken der Brust führen kann. Die passende Implantatgröße ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Basisbreite, Profil und Weichteilqualität – nicht aus einer isolierten Kubikzentimeter-Zahl.
Eine 3D-Simulation kann unterschiedliche Optionen im Beratungsgespräch veranschaulichen. Sie ist eine Planungshilfe und keine verlässliche Vorhersage des späteren Ergebnisses.
Welche Implantatform wirkt natürlicher?
Das hängt von der individuellen Anatomie ab; bei schlanker Thoraxform und wenig Eigengewebe kann ein anatomisches Implantat natürlicher wirken, bei anderen Voraussetzungen ein rundes.
Muss ich mich vor der Beratung für eine Form entscheiden?
Nein, die endgültige Wahl erfolgt gemeinsam mit der Fachärztin nach Vermessung und Analyse der individuellen Anatomie.
Was passiert, wenn sich ein anatomisches Implantat dreht?
Eine Rotation kann die sichtbare Form verändern und eine operative Korrektur nötig machen. Welche Oberfläche infrage kommt, muss auch wegen des erhöhten BIA-ALCL-Risikos texturierter Implantate individuell abgewogen werden.
Sind texturierte Implantate noch sicher?
Das hängt vom konkreten Produkt und der Oberfläche ab. Für texturierte Implantate ist das BIA-ALCL-Risiko höher als für glatte; die Entscheidung erfordert eine aktuelle, individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung.
Wie finde ich die passende Profilhöhe für mich?
Über die individuelle Vermessung von Basisbreite, Thoraxform und Weichteildeckung im Beratungsgespräch, unterstützt durch die 3D-Simulation.
Whether you’re looking for a change, a correction, or a fresh start—we’ll take the time to listen to you. During a one-on-one consultation, we’ll work together to determine what’s possible and what’s truly right for you. We’ll approach this with empathy, honesty, and as equals. Schedule your consultation today at our practice in Hanover.