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Brustchirurgie

21.10.2026

3D-Simulation vor der Brust-OP: Wie aus Maßen und Wünschen eine Planung wird

„Welche Größe passt zu mir?“ ist die meistgestellte Frage vor einer Brustvergrößerung – und Körbchengrößen können sie nicht beantworten, da sie kein OP-Maß sind. Die 3D-Simulation (Crisalix) übersetzt individuelle Körpermaße und Implantatoptionen stattdessen in eine visuelle Vorschau, die als Gesprächsgrundlage im Beratungsgespräch dient.

Warum Körbchengrößen kein OP-Maß sind

Körbchengrößen sind ein Konfektionsmaß der Bekleidungsindustrie und sagen wenig über die tatsächlich relevanten anatomischen Parameter aus:

  • Basisbreite des Brustkorbs.
  • Thoraxumfang und Rippenform.
  • Jugulum-Mamillen-Abstand (Abstand vom Brustbein-Einschnitt zur Brustwarze).
  • Hautelastizität und vorhandenes Weichteilpolster.

Nicht die gewünschte Körbchengröße, sondern die individuelle Vermessung von Basisbreite, Thoraxform und Weichteildeckung bestimmt, welche Implantatgröße tatsächlich zum Körper passt.

Wie die 3D-Simulation entsteht

  • Fotografische oder scanbasierte Erfassung des Oberkörpers in der Praxis.
  • Vermessung der relevanten anatomischen Parameter.
  • Digitale Darstellung verschiedener Implantatvarianten (Volumen, Profil, Form) auf dem eigenen Körperbild.
  • Direkter visueller Vergleich mehrerer Optionen im Beratungsgespräch.

Was die Simulation bei Brustvergrößerungen kann – und was sie ausdrücklich nicht ist

Die 3D-Simulation hilft, ein realistisches Gefühl für die Wirkung unterschiedlicher Implantatgrößen und -profile am eigenen Körper zu entwickeln. Sie ist ausdrücklich kein Ergebnisversprechen: Das tatsächliche OP-Ergebnis hängt von individueller Anatomie, Heilungsverlauf und intraoperativen Gegebenheiten ab und kann von der Simulation abweichen.

Zusammenspiel von Weichteildeckung, Implantatprofil und Lage

Die Simulation bildet zwar das äußere Erscheinungsbild ab, ersetzt aber nicht die fachärztliche Einschätzung von Weichteildeckung und passender Implantatlage (subglandulär, submuskulär, Dual Plane). Beide Aspekte werden im Beratungsgespräch ergänzend zur Simulation besprochen.

Wie die Simulation im Beratungsgespräch eingesetzt wird

Am hilfreichsten ist die Simulation, wenn Patientinnen vorab eigene Referenzbilder oder eine grobe Volumenvorstellung mitbringen. Im Gespräch werden dann mehrere Varianten nebeneinander visualisiert und mit der fachärztlichen Einschätzung zur individuell passenden Bandbreite abgeglichen.

Häufige Fragen zur 3D-Simulation vor der Brust-OP

Ist die 3D-Simulation eine Ergebnisgarantie?

Nein, sie ist ein Visualisierungswerkzeug für das Beratungsgespräch und kann vom tatsächlichen OP-Ergebnis abweichen.

Brauche ich für die Simulation eine bestimmte Vorbereitung?

Es hilft, wenn eine grobe Vorstellung zu Volumen und gewünschtem Ergebnis vorab mitgebracht wird, notwendig ist das aber nicht.

Kann die Simulation die persönliche Beratung ersetzen?

Nein, sie ergänzt das fachärztliche Gespräch, ersetzt aber nicht die individuelle Analyse von Weichteildeckung, Thoraxform und Implantatlage.

Wie genau ist die Darstellung im Vergleich zum echten Ergebnis?

Die Simulation gibt eine realistische Orientierung, kann aber aufgrund individueller Heilungsverläufe und Gewebeeigenschaften vom endgültigen Ergebnis abweichen.

Welche Implantatgröße wird in der Simulation gezeigt?

In der Regel mehrere Varianten innerhalb der anatomisch sinnvollen Bandbreite, damit ein direkter Vergleich möglich ist.

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